St. Galler Stadtbusbetriebe: Rücksichtslosigkeit führt zu Unfällen

Darum geht die Debatte


Da ich in St. Gallen arbeite, habe ich mehrmals schon miterlebt, wie rücksichtslos die Busfahrer der Stadtbusbetriebe sein können.
Der Bahnhofplatz ist der gefährlichste Platz der Stadt. Die Busse fahren, wie sie wollen und die Leute laufen wie Hühner über den Bahnhofplatz. Eigentlich ein einziges Chaos.

Ausschlaggebend für diese Debatte war folgender Unfall:
Gestern um ca. 19 Uhr ist ein 64-jähriger Mann bei einem Unfall mit einem der Busse verletzt worden und liegt nun im Spital.
Der 64-jährige Mann wurde Mann frontal erfasst und zu Boden gestossen.

Es war zwar diesmal sein Verschulden, er überquerte den Zebrastreifen 10 Meter zu weit daneben. Der Busfahrer hatte sich aber nicht auf die Leute konzentriert, deshalb kam es zum Unfall.

In den letzten Jahren gab es immer wieder erneut Unfälle dieser Art, aber ohne Verschuldens der Fussgänger.

Ich wurde bereits dreimal vom Bus richtig touchiert, er hätte mich überfahren, wenn ich nicht nach vor schnell ausgewichen wäre. Schon mehrere Male musste ich einfach auch hin und her laufen, um auszuweichen.

Jeden Morgen erneut ist es gefährlich, den Platz zu überqueren, es gibt leider keine Alternative, um in die Gegend des St. Galler Neumarktes zu kommen.

Ich wäre dafür, die Busfahrer darauf zu sensibilisieren, denn als Fussgänger hat man normalerweise immer Vortritt und die Auto-/Busfahrer müssten aufpassen. Aber das scheint bei den Stadtbussen kein Begriff zu sein. Das ist einfach nervig und regt einem auf, wenn die Fahrer so rücksichtslos sind.

FG Michael Tanner

Quelle des Unfalls: http://bit.ly/6g65PY (polizeinews.ch)

Debatte http://sg.politnetz.ch
Geschrieben 8. Dezember 11:41, Michael Tanner
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Ich wohne, studiere und arbeite ebenfalls in St. Gallen, bin auch täglich mehrmals mit den Bussen der VBSG unterwegs und auch mir sind einige Zwischen- und Unfälle bekannt, die unter Beteiligung, mit, wegen oder durch VBSG-Busse verursacht worden sind.

Allerdings gilt zu beachten das bei alle diesen Vorfällen nicht nur Busse und deren Fahrer, sondern auch Fussgänger, Radfahrer oder Automobilisten beteiligt waren!

Ich für meinen Teil muss und will den Fahrerinnen und Fahrern dieser Busse meinen höchsten Respekt zollen! Ich möchte nicht mit ihnen tauschen.

Wenn ich beobachte mit welch fast katzenhaft verhängnisvoller Neigung sehr viele (vor allem) Fussgänger im wirklich allerletzten Moment noch die Strasse oder den Markt- oder Bahnhofplatz (in SG) zu überqueren versuchen, lobe ich doch die äusserst rücksichtsvollen und sehr aufmerksamen Chauffeure/eusen! Denn ihnen ist zu verdanken, dass bei diesen Menschenmassen deren Strom bspw. auf dem Bahnhofplatz wirklich nicht optimal geregelt ist, nicht mehr Zwischenfälle passieren! Danke!

Ihnen und allen anderen "leicht touchierten" oder "fast überfahrenen" (wohl ausschliesslich) Fussgänger möchte ich höflich empfehlen, das eigene (Fussgänger-) Verhalten inkl. der Rücksichtnahme gegenüber anderer Verkehrsteilnehmer, zu überdenken und die tatsächlich fehlbaren Fahrer/Fahrerinnen bei der VBSG-Stelle zu melden (idealerweise mit Nennung der Buslinie, Fahrtrichtung, Busnummer und Zeit!!). So können Sie sicher sein, dass die richtigen Fahrer, sollten sie tatsächlich so rücksichtslos unterwegs gewesen sein, "gerüffelt" und idealerweise geschult werden.

ebenfalls mit freundlichen Grüssen.
3 Kommentare
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Lieber Adrian Zehnder

Diesen Aspekt habe ich bisher nicht beachtet.
Wie du das hier schreibst, mag es vielleicht häufig sein.

Doch es scheint mir einfach, dass die Busse nicht stoppen oder langsamer fahren, wenn sich Fussgänger auf der Strasse befinden.
Sie fahren meist drauf los.

Das ist mir am häufigsten passiert.
Aber in letzter Zeit ging es wieder, habe das Gefühl nicht mehr, dass die Fahrer rücksichtslos sind.
Michael Tanner 4. Januar 2010 Verstoss melden
Und wenn Du deine eigene Quelle liest, war der Fahrer keinesfalls unaufmerksam. sondern hat sich auf die anderen Fahrzeuge konzentriert: "Da der Linienbus erst gerade vom Busperron weggefahren war und der Fahrer sich auf die übrigen Fahrzeuge im Verzweigungsbereich konzentrierte, war die Fahrgeschwindigkeit gering. Insofern hatte der Fussgänger Glück im Unglück."

Ich empfinde es als ein wenig stossend, wenn dann dem Busfahrer (nur von dir und nicht von der Polizei) unterstellt wird, dass er schlicht nicht auf die Fussgänger geachtet hat.

Dessen ungeachtet bin ich überzeugt, dass dieser Vorfall alle Fahrer hat aufhorchen lassen und ihnen die Gefahr, die auch von ihren Fahrzeugen ausgeht, wieder bewusster gemacht.

Ich stimme dir durchaus zu, dass es "einfach scheint", langsamer zu fahren, wenn viele Menschen "draufloshühnern", wie du das in der Beschreibung so schön formuliert hast. Doch auch das birgt Nachteile und ist wohl auch nur "scheinbar" eine gute Lösung.

Stell dir vor, jeder Bus würde jeden Fussgänger durchlassen und langsamer und schliesslich gar nicht mehr fahren, weil es immer Menschen haben wird, die noch über die Strasse/den Platz wollen...

Zum einen hätten wir innert Kürze einen Rückstau bis vor den Neumarkt, was dann den Durchgangsverkehr völlig zum Erliegen bringen würde und zum anderen würde es dann Kritik hageln, weil die Busse nicht mehr pünktlich an- und wegfahren, etc...

Ich bin schon sehr stark dafür, dass wir Fussgänger akzeptieren lernen, dass neben dem Fussgängerstreifen halt doch das Auto Vortritt hat und im Raum des Bahnhofs halt der Bus Priorität hat und Wir das zu respektieren haben.

Es freut mich aber, dass sich "dein Gefühl" bzw. deine Einstellung gegenüber den Busfahrern wieder ein bisschen gebessert hat...
Adrian Zehnder 4. Januar 2010 Verstoss melden
Busfahrer haben zudem auch einen erheblichen Zeitdruck und Stress, da sie ja auch den Fahrplan einhalten sollen. Dies alles muss man aushalten und dabei sich auf möglichst alles konzentrieren. Ich bin auch der Meinung, dass meist die Fussgänger etwas zu unvorsichtig sind, weder links noch rechts schauen und, eher auf die jüngeren bezogen, meist mit verstopften Ohren und lauter Musik durch die Gegend laufen.
Michael E 19. Januar 2010 Verstoss melden
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